Packliste für die Sahara: Was Sie mitnehmen sollten
Heiße Tage, kalte Nächte, Wind und feiner Sand: Für die Sahara packen Sie am besten im Zwiebelprinzip und mit ein paar cleveren Extras. Unsere Packliste für jede Jahreszeit.
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Für die Wüste müssen Sie nicht viel packen, aber das Richtige. Rund um Merzouga können die Tage sehr heiß und die Nächte überraschend kalt sein, und der feine Sand kommt überall hin. Mit ein paar gut gewählten Sachen wird Ihre Sahara-Reise deutlich angenehmer.
Spezielle Expeditionsausrüstung brauchen Sie nicht. Das meiste ist ganz normale Reisekleidung, ausgesucht mit Blick auf Hitze, Kälte und Sand.
Für die Nacht in den Dünen leicht packen
Eines vorweg: Ihren großen Koffer nehmen Sie in der Regel nicht mit ins Camp. Bei den meisten Touren bleibt das Hauptgepäck in der Auberge oder im Fahrzeug am Dünenrand, und Sie reiten mit einer kleinen Tasche los. Kamele tragen nur begrenzt, und auf Sandwegen kommt kein Rollkoffer weit.
Packen Sie deshalb in zwei Teilen:
- Hauptgepäck für die ganze Reise
- Eine kleine Übernachtungstasche oder ein Tagesrucksack für die Nacht im Camp
Für einen Kamelritt mit Übernachtung ist ein weicher Rucksack ideal, den Sie auf dem Schoß halten oder am Sattel festmachen können.
Packliste Sahara nach Jahreszeit
Das Klima in der Wüste ändert sich übers Jahr stark. Monate und Temperaturen im Detail finden Sie in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit für Merzouga. Hier die Grundzüge:
Sommer (etwa Juni bis August)
Tagsüber wird es oft sehr heiß, und die Sonne brennt. Die Nächte sind wärmer, aber immer noch kühler als der Nachmittag.
- Weite, leichte, langärmelige Kleidung aus atmungsaktivem Stoff wie Baumwolle oder Leinen
- Ein Hut mit breiter Krempe oder ein Tuch für den Kopf
- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Lippenpflege mit UV-Schutz
- Eine nachfüllbare Trinkflasche. Trinken Sie regelmäßig, auch ohne Durst
- Elektrolytpulver hilft an sehr heißen Tagen
Winter (etwa Dezember bis Februar)
Die Tage sind oft angenehm und sonnig, aber nachts kann es in den Dünen bis nahe an den Gefrierpunkt abkühlen. Damit rechnen viele Reisende nicht.
- Eine warme Fleece- oder Daunenjacke
- Thermounterwäsche zum Schlafen
- Mütze, Handschuhe und dicke Socken
- Lange Hosen und eine winddichte Schicht
Decken gibt es in den Camps in der Regel, eigene warme Kleidung macht aber einen großen Unterschied. Heizung im Zelt gibt es nicht überall. Fragen Sie nach, statt sich darauf zu verlassen.
Frühling und Herbst
Oft die angenehmste Zeit: warme Tage, kühle Abende. Packen Sie für beides, leichte Sachen für tagsüber und einen Pullover oder eine leichte Jacke für den Abend. Im Frühling gibt es auch windige Tage, da sind Tuch und Sonnenbrille Gold wert.
Kleidung, die örtliche Gepflogenheiten respektiert
Merzouga liegt auf dem Land, und zurückhaltende Kleidung kommt gut an, vor allem in Dörfern, auf Märkten wie in Rissani und bei Besuchen in Familien.
- Schultern und Knie bedecken in Dörfern und Städten
- Weite Kleidung wirkt respektvoller und ist in der Hitze sowieso bequemer
- Badekleidung nur am Pool
- Im Camp ist bequeme, dezente Kleidung völlig in Ordnung
Das Tuch (Chèche)
Ein langes Baumwolltuch, oft Chèche oder Turban genannt, ist wahrscheinlich das Nützlichste in Ihrem Gepäck. Es schützt den Kopf vor Sonne, das Gesicht vor Wind und Sand und abends den Hals vor Kälte. Kaufen können Sie es an vielen Orten vor Ort, und die Guides zeigen Ihnen meist gern, wie man es bindet.
Checkliste für das Wesentliche
Für die Wüste
- Sonnenbrille, am besten eng anliegend gegen Sand
- Sonnencreme und Lippenpflege
- Tuch oder Chèche
- Geschlossene Schuhe oder feste Sandalen, denn im Sommer wird der Sand heiß
- Stirnlampe oder kleine Taschenlampe: Nachts ist es im Camp dunkel, und der Weg zum Bad ist selten beleuchtet
- Feuchttücher und Handdesinfektion
- Ein kleines Handtuch
Elektronik
- Eine voll geladene Powerbank: Strom gibt es in den Camps nicht überall gleich, oft nur begrenzt
- Ladekabel
- Ein Zip- oder Trockenbeutel fürs Handy
Gesundheit
- Persönliche Medikamente ins Handgepäck, mit Reserve für Verspätungen
- Eine kleine Reiseapotheke: Pflaster, Schmerzmittel, Elektrolytlösung, etwas gegen Magenprobleme
- Tabletten gegen Reiseübelkeit, falls Ihnen auf kurvigen Straßen schlecht wird
- Kontaktlinsenträger nehmen zusätzlich eine Brille mit, weil Wind und feiner Sand die Linsen unangenehm machen können
- Bei Vorerkrankungen sprechen Sie vor der Reise mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
Geld
- Etwas Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen für Getränke, Kleinigkeiten, eine Spende für die Musiker und freiwilliges Trinkgeld
- Auf dem Land wird nicht überall mit Karte bezahlt, und Geldautomaten liegen oft weit auseinander
Kamera und Handy vor Sand schützen
Feiner Sand ist für Kameras und Handys in der Wüste der größte Feind.
- Bewahren Sie die Kamera in einer geschlossenen Tasche auf, solange Sie sie nicht brauchen
- Wechseln Sie Objektive möglichst nicht draußen, schon gar nicht bei Wind
- Nehmen Sie einen Blasebalg, statt Sand vom Objektiv zu wischen. Wischen kann Kratzer machen
- An windigen Tagen hilft eine einfache durchsichtige Plastiktüte um die Kamera
- Sichern Sie Ihre Fotos möglichst jeden Abend
Die komplette Packliste auf einen Blick
- Kleine Übernachtungstasche, das Hauptgepäck bleibt zurück
- Kleidung im Zwiebelprinzip für heiße Tage und kalte Nächte
- Dezente, weite Kleidung
- Tuch, Sonnenbrille, Hut, Sonnencreme
- Stirnlampe und Powerbank
- Trinkflasche
- Medikamente und kleine Reiseapotheke
- Etwas Bargeld
- Verschließbare Beutel für Kamera und Handy
Sie überlegen noch, wo Sie übernachten? Vergleichen Sie unsere Wüstencamps. Wenn Sie wissen möchten, was ein bestimmtes Camp bereitstellt, oder Hilfe bei der Planung brauchen, schicken Sie uns eine Anfrage für eine individuelle Tour oder schreiben Sie uns.



